Erster Interkultureller Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Blankenheim

Flüchtlinge gestalten Gottesdienst mit - Gesang des Gospelchores Blankenheim und interkultureller Dialog im Anschluss

Am Sonntag, 18. Oktober, lud die Evangelische Kirche in Blankenheim, angelehnt an die Interkulturelle Woche des Kreises Euskirchen, zu einem etwas anderen Gottesdienst. Bei der Planung und Gestaltung erhielten Pfarrer Christoph Cäsar und Pastoralreferentin Helgard Hoeren nämlich Unterstützung von drei in der Gemeinde Blankenheim wohnhaften Flüchtlingen, die die Gottesdienstbesucher, an der in ihrer Heimatgemeinde gelebten Frömmigkeit teilhaben ließen.

Zentrales Thema war selbstverständlich die Flucht in Hoffnung auf eine bessere Zukunft. In der Geschichte des Volkes Israel unter Führung Mose ist sie ein nicht nur elementares Ereignis für jüdische Gläubige, sondern für alle drei abrahamitischen Religionen. Besonders freut es da, dass nicht nur christliche Flüchtlinge am Sonntag den Weg nach Blankenheim fanden, sondern dass auch muslimische Menschen sich durch die Einladung angesprochen fühlten und ebenfalls mitwirkten an der Gestaltung. Interkulturell heißt eben auch interreligiös; der Gottesdienst hat unter Beweis gestellt, dass es viel mehr Gemeinsamkeiten gibt, als Unterschiede.

Ein Flüchtling aus Guinea fasste es in einem Lied aus seiner Heimat treffend zusammen: Wir sind alle Kinder Gottes, lasst uns die Liebe leben.

Gebet und Lied aus Nigeria und Eritrea

So war nicht nur Flucht und Elend das Thema des Tages, sondern die Hoffnung auf Besserung und die Dankbarkeit für erfahrene Hilfe fanden ihren Raum im selben Maße. Für den durchschnittlichen Gottesdienstbesucher sicherlich überraschend, war die Art und Weise wie ein Flüchtling aus Nigeria sie in seiner Fürbitte zum Ausdruck brachte. Wie in der katholischen charismatischen Kirche seiner nigerianischen Heimat üblich, ergriff er die Besucher mit seinem ehrlichen Dank gegenüber Gott und einem Lied, das leider unübersetzt bleiben musste. Auch eine Frau aus Eritrea, wenngleich etwas stiller, sprach ein Gebet aus ihrer Heimat, in welchem sie täglich Gott gedenkt.

Den Gottesdienst beendete der Gospelchor Blankenheim mit einem Gesang mit der Erinnerung daran, dass Gott uns alle in seinen Händen hält. Danach gab es bei Kaffee und Gebäck im Gemeindehaus, die Möglichkeit, den interkulturellen Dialog zwischen den rund achtzig Besuchern fortzusetzen und zu intensivieren.

Auf den ersten Gottesdienst in dieser Richtung hofft die evangelische Gemeinde weitere folgen zu lassen, sodass wir unsere neuen Mitbürger besser kennenlernen und sie in unsere Gegend aufnehmen. Vielen Dank an alle, die da waren und mitgemacht haben; auch an jene, die Flüchtlinge aus den umliegenden Dörfern mit nach Blankenheim gebracht haben.

(Text: Agentur ProfiPress)

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