17.06.2019

Bossa Nova, Bolero und sephardische Lieder in der Kulturkirche Gemünd

Musikalische Reise durch die spanisch- und portugiesisch-sprachige Welt - Konzert am Samstag, 29. Juni, um 19.30 Uhr - Tickets im Vorverkauf und an der Abendkasse

Esther Lorenz und Peter Kuhz. (Foto: Fin Porzner)

Vor der anstehenden Sommerpause kommt es noch einmal zu einem spannenden Konzert in der Kulturkirche Gemünd: Am Samstag, 29. Juni, führen die Künstler Esther Lorenz (Gesang und Rezitation) und Peter Kuhz (Gitarre) auf eine musikalische Reise durch die spanisch- und portugiesisch-sprachige Welt. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) in der Kulturkirche Gemünd, Alte Bahnhofsstraße 5, Schleiden.

Südamerikanische und spanische Musik verschiedener Kontinente und Epochen

Die aus Berlin stammenden Künstler Esther Lorenz und Peter Kuhz singen und spielen Bossa Nova aus Brasilien, Bolero Cubano aus Kuba und mittelalterliche Gesänge der jüdischen Kultur Spaniens.

Der Bossa Nova wurde Ende der fünfziger Jahre an der Copacabana geboren. Er ist ein "Kind" des Komponisten Antonio Carlos Jobim, der später auch sehr erfolgreich mit vielen nordamerikanischen Jazz-Musikern der "Cool Jazz Ära" zusammenarbeitete. Seine berühmteste Komposition und leider auch eine der ganz wenigen, die heute noch mit dem Bossa Nova in Verbindung gebracht wird, war die ironisch-zärtliche Verehrung für eine Bikini-Schönheit am Strand von Ipanema - genauer gesagt "The girl from Ipanema". Esther Lorenz besingt nicht nur, freiinterpretiert, den "Boy from Ipanema", Jobims romantische und poetische Lieder werden auch in Originalsprache, also portugiesisch, vorgetragen - ergänzt durch Entstehungsgeschichten der Lieder sowie Kultur und Leben Brasiliens der fünfziger und sechziger Jahre.

Der Bolero Cubano hatte es ebenfalls nicht schwer, besonders in Nordamerika, Fuß zu fassen. Er war in den vierziger Jahren der Inbegriff von Romantik und wurde, wie der Bossa Nova, unter anderem von Nat King Cole interpretiert. Lieder wie "Besame Mucho" waren in aller Munde.

Unbekannter sind die jüdischen, orientalisch-anmutenden, sephardischen Klänge, die aus dem mittelalterlichen Spanien in alle Welt, besonders aber nach Nordafrika und in die Türkei, nach Israel und sogar nach Amerika ihren Weg fanden. Esther Lorenz wird diese vergessenen Melodien erklingen lassen sowie geschichtliche Hintergründe erzählen.

Südamerikas und Spaniens Musik wird an diesem Abend, zusammen mit spanischer Lyrik, von Esther Lorenz und Peter Kuhz auf individuelle Weise verflochten - auf einer Reise, die sich, scheinbar zeitlos, durch Jahrhunderte und Kontinente bewegt.

Tickets im Vorverkauf und an der Abendkasse

Tickets sind online erhältlich bei www.ticket-regional.de und an allen Ticket-Regional-Verkaufsstellen.

Preise:

Vorverkauf: 17,25 Euro
Abendkasse: 20 Euro

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