Start Vorstellung der Kirchengemeinde Roggendorf

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Wo kommen wir her - von den Anfängen bis zur Gegenwart

Der Ursprung unserer evangelischen Kirchengemeinde Roggendorf reicht zurück bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Durch den Abbau von Erzlagern siedelten sich in der Gegend um Roggendorf, Mechernich und Strempt erste evangelische Familien an, deren Väter in den Erzgruben arbeiteten. Bis zum Jahr 1867 sollte es noch dauern bis die Gemeinde selbständig wurde. Noch im gleichen Jahr bauten wir unsere evangelische Kirche in Roggendorf.


Mit den Problemen des Bleierzbergbaues erlebte auch unsere Kirchengemeinde um Neunzehnhundert und zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts eine turbulente Zeit.

Die wenigen Evangelischen in Blankenheim und Umgebung wurden bis zum 2. Weltkrieg von Roggendorf mit betreut. Danach kamen viele evangelische Menschen in die Gegend und mit Beginn der Bundeswehr fanden evangelische Soldaten mit ihren Familien eine Heimat in der Voreifel. Zudem kamen viele Protestanten aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien in die Eifel. So wurde 1955/56 unsere evangelische Kirche in Blankenheim gebaut und ein kleiner Gemeindesaal hinzugefügt. Bis heute ist die flächenmäßig sehr große Kirchengemeinde unterteilt in die Pfarrbezirke Mechernich und Blankenheim/Nettersheim/Dahlem.

Der Strom von Neuzugezogenen in alle Orte in unserer Gemeinde hielt weiter an, so dass die Gemeinde 1986 das Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Mechernich-Nord baute und zwischen 1988 und 1992 das Gemeindehaus in Blankenheim erweitert sowie modernisiert wurde und für die gewachsene Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde. Mit den beiden Gemeindehäusern stand unseren Gruppen und Kreisen ein modernes räumliches Angebot in beiden Pfarrbezirken zur Verfügung.

In den 90 er Jahren zogen viele Deutsche aus Russland in unsere Orte, darunter neben Mennoniten auch viele Lutheraner, die sich unserer Gemeinde anschlossen. Es folgten Mitte der 90 er Jahre verstärkt viele junge Familien, die in den Neubaugebieten Mechernich, Kommern, Nettersheim, Dahlem und Blankenheim bauten. Die mehr als 5.400 Gemeindeglieder werden von zwei Pfarrern und einer Pfarrerin, das sind zur Zeit Pfarrer Cäsar, Bezirk Blankenheim und Pfarrer Stöhr und Pfarrerin Müller auf 1 ½ Stellen im Bezirk Mechernich, sowie 12 hauptamtlichen Mitarbeitenden betreut.

Als Evangelische leben wir hier in der Diaspora. D.h. der Anteil evangelischer Bürger und Bürgerinnen beträgt „nur“ 11% (Kommune Mechernich) bzw 8,6 % (Kommunen Blankenheim, Nettersheim und Dahlem) an der Gesamtbevölkerung. Dadurch bilden wir eine große Flächenkirchengemeinde. Jedoch unterscheidet sich die Altersstruktur der beiden Bezirke wesentlich. 19 % Jugendlichen in Mechernich stehen 10 % Jugendliche in Blankenheim gegenüber. Umgekehrt ist das Verhältnis von SeniorInnen; da stehen 19 % SeniorInnen in Blankenheim, 10 % SeniorInnen in Mechernich gegenüber.