150 Jahre Kirche Roggendorf

Im nächsten Jahr können wir auf 150 Jahre Kirche Roggendorf zurückblicken. Dieses wollen wir mit einem großen Fest, über das Sie in den nächsten Monaten Näheres erfahren werden, feiern. In dieser und in den folgenden drei Ausgaben des Gemeindebriefs wollen wir etwas über die Geschichte dieser Gemeinde und ihrer Kirche berichten.

Aber was heißt das 150 Jahre Kirche Roggendorf?

Die ev. Kirchengemeinde in Roggendorf wurde in der Tat 1867 selbständig. Dass das Gemeindeleben eng aber nicht unauflöslich auch mit der Kirche in Roggendorf verbunden war und ist, wird an zwei Punkten deutlich. Vor der Konstituierung der ev. Kirche Roggendorf hatten sich hier und in der Nachbarschaft Protestanten im Zusammenhang mit dem hiesigen Abbau von Bleierz und Silber angesiedelt. Die Familien Pirath und Jung, die ab 1820 Abbaurechte erworben und dazu eine Bergbaugesellschaft gegründet hat- ten, waren evangelisch und wollten, dass ihre Arbeiter kirchlich und schulisch betreut wurden. Die Gräber dieser beiden Familien befinden sich noch heute auf dem Roggendorfer Friedhof. So wurde dank großzügiger Spenden dieser Familien sowie Spenden des Gustav-Adolf-Werkes und durch Haussammlungen so viel Geld aufgebracht, dass 1857-1859 ein Pfarrhaus mit Bet- und Schulsaal errichtet werden konnte. Der Grundstein für die heutige Kirche in Roggendorf wurde am 3. Juni 1866 gelegt. Die Vollendung der Kirche wurde am 10. März 1869 gefeiert. Einschließlich der vorangegangenen Eigentümer waren die Bergwerksbesitzer etwa 250 Jahre hindurch evangelisch.

 

Auch wenn die Gründung der evangelischen Gemeinde und der Bau der Kirche zeitlich eng zusammenfallen, so gab es durchaus auch vorher schon ein Gemeindeleben. Als vor ziemlich genau 30 Jahren, nämlich am 14.09.1986 das Dietrich-Bonhoeffer-Haus eingeweiht wurde, zeigte sich erneut, dass sich die Gemeinde unabhängig vom Kirchengebäude entwickelte.

150 Jahre Kirche Roggendorf

 

Roki und Kiro
unterhalten sich

 

Roki, unsere neugierige Kirchenmaus, die sich beim Gottesdienst immer im Heizungsraum versteckt & Kiro die frechste Taube, die jemals auf einer Kirchturmspitze gesessen hat, haben Expertenwissen für das große Kirchenquiz. 

Kiro

: „Sag mal Roki, weißt Du eigentlich, was die Protestanten  in Mechernich gemacht haben, als es hier noch gar keine

Kirche und noch nicht einmal einen Betsaal gab?“

 

Roki: „Ja klar, das hat mir mal mein Ur-Ur-Ur und ich weiß nicht wievielmal Urgroßvater erzählt. Die Menschen mussten zum Gottesdienst nach Gemünd. Dort gab es schon eine Gemeinde.“

 

Kiro: „Oh Mann, das war aber doch ganz schön weit.“ 

 

Roki: „Ja, 2 ½ Stunden Fußweg kannst Du rechnen. Ist doch klar, dass da die Konfirmanden nur wenig begeistert waren und man ansonsten nur zu hohen Festtagen in die Kirche ging. Es war viel Geld nötig, das erstmal gesammelt werden musste, um eine eigene Kirche bauen zu können. Da hat sich 150 Jahre lang gar nicht viel verändert.“  Kiro: „Wieso?“

Roki: „Naja, ohne Auto kommen auch heute viele nicht zur Kirche, weil ihnen der Weg zu weit ist. Und großzügige Spender werden immer noch gesucht.“

Kiro: „ Aha und wofür?“

Roki

: „Weil ein Kirchengebäude immer kostet. In der Chronik steht, dass es schon 1922 einen Orgelfonds gab und Geld

gesammelt wurde um das Kirchturmdach reparieren zu können und das bei damals nur 136 Gemeindegliedern. 1955 wurde das Geläut wieder hergestellt nachdem man im 2. Weltkrieg 3 Glocken weggegeben hatte und kurz vor Weihnachten 1975 musste die Kirche geschlossen werden. Plötzlich war Deckenputz herunter gefallen. 2 ¼ Jahre hat es gedauert, bis das Gebäude und die Orgel wieder von Grund auf renoviert waren und wieder freigegeben  werden konnten.“

Kiro: „Ach Herrjemmineh und was ist jetzt kaputt?“

Roki: „Aber Kiro hast Du denn nicht gehört, dass unsere Kirchenfenster dringend restauriert werden müssen, sonst brauchst

Du bald nicht mehr auf der Kirchturmspitze zu sitzen,

sondern kannst einmal quer durch die Kirche fliegen, weil keine Fenster mehr drin sind.“

Kiro: „Och nöö, da sitze ich lieber auf….“ –

 

 Ja, worauf sitzt Riko, wenn sie vom höchsten Punkt der Kirche auf die schöne Eifellandschaft schaut? Wer es wissen möchte, schaue doch mal vorbei. Gerne

auch zu einem Gottesdienst.

Martina Schürmann

 

 

 

 

 

 

Evangelische Kirchengemeinde Roggendorf

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