SEID GETROST UND UNVERZAGT ..... Ausgabe September 2014

Liebe Gemeindeglieder und LeserInnen unseres Gemeindebriefes!

Mit diesem
Monatsspruch grüße ich Sie herzlich!

Ist dieser von Gott dem König Salomo vor dem Bau des Tempels in Jerusalem gemachte Zuspruch nicht auch für uns und unsere Gemeinde heute die wichtige Grundlage unseres Lebens und Handelns für die Herbstmonate?

Sie ist im ersten Teil von Vers 13 verbunden mit dem Hinweis auf Gottes gute Gebote als Richtschnur für ein Leben in Liebe und gelingender Gemeinschaft.

Auch in unserem Gemeindeleben z.B. mit den Herausforderungen der nach den Sommerferien neu beginnenden Konfirmandenkursen, dem Gemeindefest am 7. September, mit Erntedank, der neuen „ChurchNight“ für unsere Jugendlichen am Reformationstag, den Mirjamgottesdiensten und den Gedenkgottesdiensten am Ende des Kirchenjahres sowie den vielen anderen Angeboten für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren dürfen wir fröhlich und unverzagt ans Werk gehen und uns auf die Gemeinschaft unter uns Glaubensgeschwistern freuen.

Seid fröhlich mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden – alles wird seine Zeit haben.

Grundlage aber ist Gottes Zusage, an die auch unser Herr Jesus Christus immer wieder erinnerte: Fürchte Dich nicht! Ich bin mit Dir in Allem, was Du tun wirst in meinem Sinne!

Monatsspruch Oktober 2014

Ehre Gott mit deinen Opfern

Gern und reichlich,

und gib,

deine Erstlingsgaben, ohne

zu geizen

Lernt Gutes zu tun!

Wenn wir uns nicht fürchten, verschwindet auch unsere Angst um unser Wohlergehen morgen. Wir hören auf, übermäßig vorzusorgen, um uns selber vermeintlich zu sichern. Dadurch werden wir ansprechbar dafür, Bedürftigen abzugeben von unserem Eigenen.

Am Erntedankfest üben wir exemplarisch die Dankbarkeit und das Abgeben ein. Wir erinnern uns jeden Herbst daran, dass es eben nicht selbstverständlich ist, dass wir in einer Gegend leben, wo es fruchtbares Land und genügend sauberesWasser gibt. Und daran, dass Viele mitgearbeitet haben, damit wir unsere Nahrungsmittel erhalten.

Wenn wir unsere Gottesdiensträume mit Früchten und Gemüse und einer Erntegarbe schmücken, geben wir bewusst und dankbar von unserem eigenen Essen ab und teilen vielleicht auch in Form einer finanziellen Spende mit Menschen aus benachteiligten Gegenden als Brot für die Welt

 

Eine weitere Folge aus dem Sich-Nicht-Fürchten wird uns hier beschrieben:

Monatsspruch November 2014

Sorgt für das Recht. Helft

Den Unterdrückten! Verschafft den

Waisen Recht, tretet ein

Für die Witwen!

Es geht um unser konkretes Tun. Um unseren Einsatz für das Recht der Menschen, denen ihr Recht vorenthalten wird. Wer die Waisen und Witwen der heutigen Zeit sind, für die keine Lobbyisten und Fürsprecher eintreten, sollen wir bedenken.

Ich freue mich, dass eine zunehmende Zahl von Deutschen  und auch Menschen aus unseren Kirchengemeinden sich beispielsweise für die Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak oder aus Afrika einsetzen. Und ich freue mich, dass auch unsere Kommunen mit den Ehrenamtlichen zum Wohle der zumeist jungen Männer aus den Krisengebieten dieser Erde zumeist gut und im Sinne des Ihnen zustehenden Rechts zusammenarbeiten bzw. auf berechtigte Klagen auch reagieren. Wir werden Deutschunterricht erteilen, beim Ausfüllen der vielen Formulare helfen und die neuen Nachbarn einladen z.B. zu unserem Gemeindefest zum Kennenlernen untereinander. Sorgen bereitet mir der Mann aus Homes in Syrien, der mehrere Familienangehörige verloren hat. Wer hilft seiner Seele? ...

Und auch hier in unseren Orten daheim oder Berufssituationen wird es diesen Herbst wieder Situationen geben, wo wir für das ihnen zustehende Recht von konkreten Mitmenschen einstehen sollen.

Die Monatssprüche für diesen Herbst sagen uns zu: Fürchten brauchen wir uns davor nicht, dankbar dürfen wir von unserer Zeit abgeben und gehorsam im Sinne Jesu Christi Gutes tun und für das Recht eintreten.

Ihr Pfarrer Christoph Cäsar

Uns allen wünsche ich dabei aufrichtige Freude am Helfen und das Erlebnis, nicht alleine da zu stehen, sondern ein Teil unserer Kirchengemeinde zu sein.

 

 

 

FRÜCHTE DES GEISTES Ausgabe Juni 2014

Liebe Gemeinde

Pfingsten steht vor der Tür und passend dazu der Monatsspruch für Juni über die Früchte des Geistes.

Verschiedene Reaktionen sind auf die Worte des Monatsspruches denkbar:

• „Das ist gar nicht zu schaffen“

• „Ja, so stelle ich mir christliche Gemeinschaft vor.“

• „Diese Auflistung macht mich skeptisch, weil sie einseitig ist und anderes, was unser Leben auch bestimmt, ausblendet“

• „Klingt ja zunächst gut, aber verführt dazu, alle Konflikte, alle Kritik unter den Teppich zu kehren.“

• „Ein Tugendkatalog, der letztlich die Atmosphäre vergiftet, weil er im christlichen Miteinander die Realität aller anderen Gefühle nicht zulässt.“

Alle diese Reaktionen kann ich nachvollziehen; alle diese Reaktionen sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern spiegeln -trotz ihrer Widersprüchlichkeit- Erfahrungen mit christlicher Gemeinschaft wieder.

Der Monatsspruch stammt von dem Apostel Paulus.

Er spinnt sich kein Wolkenkuckucksheim zurecht, sondern formuliert sie im Kontakt mit einer ganz konkreten Gemeinde. Der Gemeinde in Galatien. Und zu ihnen spricht er deutliche Worte. Er redet nichts schön. Er nennt die Probleme in der Gemeinde beim Namen, redet nicht um den heißen Brei herum.

Auf das große theologische Problem des Gemeindeslebens in Galatien kann ich hier und jetzt nicht eingehen. Aber diesen einen Aspekt, den kann ich noch mal genauer beleuchten. Paulus geht es um folgendes:

Das, was ich tue, was ich z.B. an Liebe und Freundlichkeit lebe, kann ich um meiner selbst willen tun oder ich kann es wirklich um des anderen willen.

Ich kann die Früchte des Geistes zu egoistischen Zwecken instrumentalisieren. Ich kann Güte und nur Treue zu meinem eigenen Vorteil nutzen. So fördern sie letztlich den Egoismus und es entsteht eine wenig authentische Gemeinschaft, die sich selbst und anderen etwas vormacht.

Beziehe ich aber die Früchte des Geistes auf andere Menschen, dann entfalten sie ihre Wirkung. Dann schließen sie auch Konflikt und Kritik nicht aus. Dann ist eine Gemeinschaft authentisch und sie wirkt nach außen und kommt weiter. Dann sind die Früchte, diese Tugenden, Ausdruck einer Kraft, die unser Miteinander und unsere Welt besser machen können.

Die Welt besser machen – das wollen wir alle irgendwie. Wer sehnt sich nach Frieden in den Beziehungen, nach Freundlichkeit im Umgang etc. Doch wie es umsetzen, es schaffen?

Die Antwort ist so klar wie einfach. Mit kleinen Schritten anfangen und die Latte nicht zu hoch hängen.

• jeden Tag ein zusätzliches Lächeln verschenken (-> Liebe)

• jedes Mal einmal zusätzlich durchatmen, wenn ich mich genervt fühle und am liebsten aufstöhnen möchte (-> Langmut)

• jede Woche jemandem eine Freude machen, der gar nicht damit rechnet (-> Freude)

Vielleicht teilen wir uns unsere Erfahrungen und weitere Ideen, wie die Früchte des Geistes konkret in unseren Alltag hineinwirken können, mit.

Wir hoffen nämlich in den nächsten Wochen mit unserer neuen Homepageseite online gehen zu können.

Wenn Sie mögen, teilen Sie mir per E-Mail ihre Ideen und Erfahrungen mit

(Kontaktdaten rechts).

Ich werde sie dann auf der Homepageseite einstellen.

 

Es grüßt Sie ganz herzlich und wünscht Ihnen und Euch einen schönen Sommer

Ihre und Eure

Susanne Müller

EIFERSUCHT UND NEID Ausgabe März 2014

Die Bibel erzählt davon, dass Kain eifersüchtig auf seinen Bruder Abel wurde und ihn auf dem Felde erschlug. Gott hatte das Opfer des einen angenommen, das andere jedoch nicht. Neid und Eifersucht können das Herz eines Menschen verdüstern: Da sprach Gott zu Kain: „Warum ergrimmst du? Warum senkst du deinen Blick? (1. Mose 4,7). Die Eifersucht führt zum Totschlag.
 
Eifersüchtig ist auch der Bruder des verlorenen Sohnes, nachdem dieser bettelarm aus Ägypten zurückgekehrt ist; er wird von seinem Vater geküsst, erneut als Erbe anerkannt und für ihn wird ein Kalb geschlachtet (Lk. 15).
Die Eifersucht vereitelt die Mitfreude und der Neid verhindert die Gemeinschaft.

Eifersucht kann gefährlich werden. Geht sie über das gesunde Maß hinaus, dann gefährdet sie eine Beziehung, die Liebe und sogar das Leben. Da spielt jemand mit dem Feuer, um den Partner auf die Probe zu stellen. Auf den Flirt mit einem Dritten kann eine barsche Reaktion erfolgen und dann heißt es: „Du nimmst mir alle Freiheiten!“ Erfolgt jedoch gar keine Reaktion, dann ist es auch nicht recht: „Liebst du mich überhaupt noch?“

Wenn die Eifersucht als Waffe in einer Beziehung eingesetzt wird, dann wird sie schnell zu einem tödlichen Mittel. Davon handelt auch die Tragödie Othello. Der Menschenkenner Shakespeare verdeutlicht darin den Kern der Eifersucht, nämlich eine zu starke Ich-Bezogenheit und einen Mangel an Selbstlosigkeit. Dort, wo die Liebe mehr dem Besitzdenken und dem Haben-Wollen untergeordnet ist als der Hinwendung zum Nächsten, da wird sie zu einem Käfig, in den andere eingesperrt werden.

Wahre Liebe beachtet zunächst die geliebte Person, das Gegenüber. Eifersucht dagegen wurzelt im Besitzdenken und in unbewussten Ansprüchen. Sie nimmt einander die Luft zum Atmen.

Die eifersüchtige Liebe macht krank. Nicht selten wurzelt sie in (kindlichen) Verlustängsten und mangelndem Vertrauen. Und genau an diesem Punkt liegt die Chance zum Verlassen des Teufelskreises. Mit der Stärkung des Vertrauens und Ermutigung wachsen die innere Kraft und die Ruhe.

Die religiöse Form des Vertrauens ist der Glaube. Hätte Kain mehr auf Gott vertraut als auf seine Opferlogik, er hätte seinem Bruder den Erfolg gegönnt; er hätte Geduld gehabt und auf ein andermal gehofft. Doch seine Eifersucht tötet den beneideten Bruder. Wie schön wäre es, wenn sich wenigsten der ältere Bruder im Lukasevangelium einen Ruck geben könnte, um seine Eifersucht zu überwinden. Der Vater lädt ihn ein: „Du solltest doch fröhlich sein und guten Mut haben!“ (Lk. 15,32). Diese biblischen Erzählungen zeugen von der tiefen Menschenkenntnis ihrer Erzähler. Zugleich predigen sie ein Gottesverständnis, das die Menschen zur Versöhnung und zum Frieden ermahnt.

Wer sich selber und anderen etwas gönnen kann, überwindet die Eifersucht.
Die kommende Fastenzeit ist eine Einladung dazu, sich mit seinen eigenen Eifersüchteleien und dem Neid auseinanderzusetzen.

Der Mann am Kreuz starb nicht zuletzt aus Neid und Eifersucht derer, die anstelle des Glaubens an den himmlischen Vater ihre Gesetzes- und Schriftkenntnisse stellen. Die eigene Eifersucht zu verringern bedeutet einen Zugewinn an Freiheit und den eigenen Neid auf andere zu verkleinern beinhaltet in Wahrheit einen Gewinn an echter Liebe. Dafür lohnt es sich alle Mal zu fasten und zu beten.

Eine gesegnete Passions- und Osterzeit wünscht Ihnen
Pfarrer Michael Stöhr

Evangelische Kirchengemeinde Roggendorf

Gemeindebüro: Karolina Kracht

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Pfarrerin Susanne Salentin

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Pfarrer Christoph Cäsar

Lühbergstr. 10
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Pfarrer Michael Stöhr

Fernblick 2
53894 Mechernich
Tel.: 02443 / 317922
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